Neue Wörter (Doppelsonderfolge MoPo)

Seit die Hamburger Morgenpost sich das Lektorat spart, erspart sie ihren Lesern wirklich nichts.
Gestern schon stolperte ich hierüber:
Nochmal ganz langsam zum Mitlesen:
Leichtsinnigkeit
Eine Hirnrissigungskeitlichheit, bei der man auch, schlichter gesagt, einen Redakteur mit Hirnriss vermuten darf. Oder, noch einfacher: Schlamperei.
Heute nun fiel ich über diese etwas doppelnde Schlagzeile, die mich immerhin neugierig machte und erst rätseln, dann lachen ließ. Eine Mörderheadline, oder?
Killerkiller
Jedenfalls mördermörderideenreichtumhaftig. Killekille, ham wer gelacht!

Alles besser im neuen Jahr.

Vor über zwei Jahren habe ich hier verkündet, ich wüsste jetzt, wie man Websites aufbaut und dass eine Sitemap auf kei! nen! Fall! fehlen dürfe, ganz gleich, wie arm die Seite sei, und dies habe ich mit dem Screenshot einer Site illustriert, die erstaunlich blöde war. So sah sie aus:
Inzwischen ist die Seite "www.geld-her.de" überarbeitet. Und so sieht's jetzt aus:

Also gleich nochmal so schön.
Schön doof.

Vorsätzlich scheitern.

– "Klar: ich will mir ja das Rauchen abgewöhnen.
Aber an irgendwas muss man ja die Knaller anzünden."
– "Bei mir issas ganz ähnlich: Ich will mit dem Trinken aufhören,
aber ich brauch' die leeren Flaschen für die Raketen."


 

Lanzarote, Volksdorf, Poppenbüttel: Mallorca ist überall.

Vor 12 Jahren, während unsrer Hochzeitsreise nach Lanzarote, machten meie Frau und ich erstmals Bekanntschaft mit einem Phänomen, das wir bis dahin nur aus der Presse kannten: In diversen Artikeln wurde immer mal weider darüber berichtet, dass es auf Mallorca und vergleichbaren Ferieninseln einen stets während der Hochsaison aneu aufflammenden Krieg zwischen Engländren und Deutschen gäbe. Zweck war dabei die Eroberung von Sonnenliegen möglichst nah an Pool oder Strand, Waffe waren die Hotelbadelaken, die von den kriegführenden Parteien oft zu noch nachtschlafender Zeit auf die Liegen gebreitet wurden, als unübersehbare Signal: Diese Liege ist meine!
Dann kam der Feind, warf das Laken des Gegners in den Pool und breitete sein eigenes aus und so weiter und so albern. Klar, dass die Scharmützel ausgerechnet zwischen Engländren und Deutschen besonders erbittert ausgetragen wurden, fanden hier doch die Schande des 8. Mai 1945 und die Schmach von Wembley 1966 ihre – wie historisch üblich – immer lächerlicher werdende Fortsetzung.
Wie eingeleitet: vor etwa 12 Jahren durften wir erstmals Augenzeugen von so was sein.

Was nicht heißt, dass so was nicht noch dümmer und dreister ginge:
Wer an einem Samstag Abend ins (ansonsten sehr empfehlenswerte) Koralle-Kino in Hamburg-Volksdorf gehen will, erlebt etwas Glück eine hübsch doofe Variante des Handtuch-Generves. Im gleichen Gebäude befindet sichg nämlich auch ein Lokal. Und so kann es schon mal vorkommen, dass eine halbe Sitzreihe im gut gefüllten Kinosaal mit demonstrativ ausgebreiteten Mänteln "reserviert" ist. Die Werbung läuft, der Film beginnt und nun kommen gutgelaunt und gerna uach leicht angeschickert die Mantelbesitzer reingelärmt, die sich eben vorher noch ein Weinchen gegönnt haben, so ein netter Abend, ne? Wenn man Pech hat, sind's Frauencliquen, die nun auch ungehemmt weiterplaudern, während wir langweiligen Spießer gern etwas von den Dialogen des Films verstehen würden.

Schön auch der just verstrichene Heilige Abend. Als wir zu unserem alljährlichen Kirchgang in die Marktkirche Poppenbüttel kamen, waren alle anderen schon da. Nicht, dass wir zu spät gewesen wären, es war noch gut eine halbe Stunde bis zum Orgelvorspiel. Da vorne rechts, da waren sogar noch drei freie Plätze. Hin! Pustekuchen. Eine alte Dame hatte sich rechts in die Reihe platziert und ihre Gehhilfe (vulgo: Krücke) längs über die drei Sitze neben sich gepackt. Gerade rechtzeitig zum ersten Gebet drängelten sich dann auch ihre Verwandten rein. Wir hatten uns übrigens für die meist kalte Kirche extra dick angezogen und kriegten immerhin noch einen Platz auf dem Armesünderbänklein direkt an den Heizkörpern. Weihnachtliche Wärme gewann für uns so vollkommen neue Bedeutung. 

Da denkt man, man hat alles gesehen, dann lernt man schon wieder dazu. Will man eigentlich aber gar nicht.

...anstatt "Last Christmas":

Die Musik hier stammt von Free Floating und  ist freigegeben unter Creative Commons Lizenz.

Gefunden habe ich sie im sehr empfehlenswerten Blog Freealbumsgalore, der mich wiederum zu Archive.Org geführt hat – wo Sie/Ihr im Übrigen eingeladen sind, Titel legal herunterzuladen.

Bleibt meiner Familie und mir nur noch, allen eine gelassene Weihnacht und einen entspannten Jahreswechsel zu wünschen (ein frommer Wunsch. ich weiß, aber wenn man sich richtig anstrengt, kann's klappen, bzw. gerade nicht.)

Bis später und Alles Liebe, Thies.

Freundschaftliche Übelnahme.

Anfang Dezember machte ich mich hier ein bisschen lustig über den ehemaligen Finazsenator Hamburgs, Carsten Frigge, und weitere Figuren, deren Tun ich, sagenwermal, nicht übermäßig schätzte und schätze. Dazu bekam ich von "Anonym" einen Kommentar, den ich hier noch mal unkorrigiert zitieren möchte:
Vielleicht solltest Du jetzt für die Versöhnung der CDU mit den Alstervororten sorgen, nachdem die Aufnahme von Scheurl (den Du unterstütuzt hast - was ich Dir wirklich ü b e l nehme) laut dem herrrrrrlichen Abendblatt für die Versöhnung der CDU mit den Elbvororten gesorgt hat.
Tschannigroot 
Ich hab schon in den Kommentaren darauf geantwortet, will das aber hier gern noch einmal tun. Denn Tschannigroot hat da was verwechselt. Ich habe nicht Herrn Scheuerl (soviel Zeit muss sein) unterstützt, sondern ich war und bin allgemein gegen eine Schulreform, die mit heißester Nadel gestrickt und beschissen verargumentiert war, bei der die Schulsenatorin erst gegen Ende merkte, dass Anweisungen und Orders eventuell nicht alles an Kommunikation sein können, und dass "die Reform ist gut"ungefähr so überzeugend war wie "das Fleisch ist gut" auf dem Panzerkreuzer Potemkin.

Darüber hinaus war unsere Familie durch diese Veranstaltung ganz persönlich betroffen. Unser Sohn war nämlich im vierten Jahr einer Grundschule, an der er sich von Jahr zu Jahr unwohler fühlte. Ausgerechnet diese Schule hat sich eifrigst darum bemüht, gleich von Anfang an zu denen zu gehören, die ihre Grundschüler sechs Jahre unterrichten bzw. hätten unterrichten wollen.

Herr Scheuerl ist mir herzlich Wurscht. Er ist Anwalt, also so was wie ein Söldner, und mal kämpft er für Kik, mal gegen die Schulreform und jetzt eben für die Hamburger CDU.Und alles immer schön öffentlich und laut. Wie gesagt, mir dennoch wurscht. Er wäre nicht der erste Volljurist, der sich in der Hamburger Politik wichtig macht.

Aber jetzt mal unter uns Königskindern: ich bin nicht 100%ig sicher, ob ich Tschannigroot persönlich kenne, muss wohl so sein, denn in diesem Blog habe ich mich über die Schulreform in Hamburg nicht dezidiert geäußert. Ich weiß nicht, ob er (bzw. sie) der ist, von dem ich meine, dass er es ist. Ist auch egal: Das "persönliche Übelnehmen" jedenfalls gehört hier nicht her, außer er akzeptiert, dass ich derartige Kommentare nicht unkommentiert stehenlasse. Und das tut er, indem er sie öffentlich ins Netz stellt.
Meinetwegen, machen wir halt 'ne Podiumsdiskussion nebst persönlichem Angehen draus.

Meine liebste Doku-Soap

Diese Männer sind merkwürdig angezogen, sie machen kaum Urlaub und arbeiten auch am Wochenende und nachts. Durch ihre Überarbeitung sind sie früh gealtert, außerdem pflegen sie einen recht eigenartigem Sprachgebrauch, der für Außenstehende nur schwer verständlich ist. Ihre Bildung – wenn man das so nennen kann – reicht kaum über ihr Spezialgebiet hinaus, das übrigens auch meist ihr einziges Gesprächsthema ist. Viele von ihnen haben ein Alkoholproblem, was aber unter ihresgleichen eh nicht weiter auffällt.


Diese Typen sind gesellschaftsunfähig. Und sie sind einsam.
Kein Wunder, denn welche Frau will sich schon längerfristig auf ein Leben mit so was einlassen?

Ich glaube, das wird der Quotenbringer im Privatfernsehen.
Also, Super-RTL7: kauft Ihr die Idee?

Mein Lieblingsweihnachtslied

Seit ich es vor knapp 3 Jahren zum ersten Mal gehört (und dabei Gänsehaut gekriegt habe), liebe ich dieses Lied. Ich weiß nicht, ob die Band "Erdmöbdel" das Stück immer noch als MP3 verschenkt. Aber die Recherche lohnt auf jeden Fall.

Neue Wörter (Folge 38)

Ich hab mich immer gefragt, warum Hotelbesitzer immer gleich frankophon-aufwertend "Hotelier" genannt werden, während Bordellbesitzer eben bestenfalls "Bordellbesitzer" bleiben dürfen, falls sie nicht gleich Schlimmeres zu hören bekommen. Ich finde das ungerecht und möchte das ändern.
Bordellier
ist also das Wort, um dessen Aufnahme in den deutschen Wortschatz ich hiermit bei den ständig zuen zuständigen Stellen ersuche. Liebe Leser, helft mir dabei!