Demokratische Kultur: jetzt auch hier!

...steht oben rechts auf dieser Website und alle Leser sind herzlich eingeladen, mitzumachen.  Also, wer mir schon lange mal sagen wollten, was ihm am Herzen liegt – nur keine Scheu! Ich habe die zur Auswahl stehenden Antworten bewusst so formuliert, dass eigentlich nichts schiefgehen kann.

Ewiges Rätsel Sepp Arnemann

Hier erklärte ich im September 2006 den Witzzeichner Sepp Arnemann verfrüht für tot.
Hier entschuldigte ich mich im folgenden November bei ihm und der Zeitung TV Hören und Sehen für den irrtümlichen Nachruf.
Und hier zitierte ich Wikipedia mit der Mitteilung aus Ende 2009, der Zeichner habe aus Altersgründen den Stift (etwa ab Heft 45/2009) weitergereicht an Peter Butschkow.
Und jetzt bekomme ich folgende Mitteilung eines anonymen Lesers:
JETZT ist er tot. Guckt mal auf den Nachruf - auch was seine Vorratsarbeit anbetrifft - in TV Hören uns Sehen, Nr. 9/2010, s. 127/128. Max
Gleich gehe ich auf die Website von TV Hören und Sehen und stelle fest: Butschkow ist wieder raus aus dem Heft, Arnemann ist wieder drin. Zum Beweis diese Seiten
 
 aus Heft 7/2010 (Butschkow),

 aus Heft 8/2010 (plötzlich wiederArnemann)

und aus Heft 9/2010 (und immer noch schon wieder Arnemann).

Einzig die Maus war offenbar durchgängig dabei.
Und nun? Wie geht's weiter?
Wer weiß mehr? Max: Kannst du mir näheres sagen?
Ich hab TV Hören und Sehen nicht im Abo,
die Witze zieh ich mir immer von der Website.
Danke im Voraus.

Fundierte politische Analyse

Hajdukgoetschvonbeust. Wenn sie wenigstens gut aussähen. Aber auch mit ganz viel Mühe werden einfach keine Obamas draus.

Ganz im Gegenteil, und allmählich wünsch ich mir, dass Karl Lagerfeld mal ein Machtwort spricht und die drei schon wegen Unansehnlichkeit zum Rücktritt nötigt.

Seit 5 Uhr 45 wird zurückgesalzen!

Soviel (und mehr nicht) zur FDP-Forderung nach einer "nationalen Streusalzreserve".

Zum tot Lachen (Witzreparaturservice, Teile 6 & 7)

Zwei ganz merkwürdige Dinger sind mir zugetragen worden. Beide stammen von Zeichneren, die, wie ich vermute, von ihren Cartoons leben können. Allerdings regen mich diese beiden Beispiele eher dazu an, nicht davon leben können müssen zu wollen.

Aber sehen Sie selbst: Das erste ist eine "Cartoon" überschriebene Zeichnung aus der Zeitschrift TVdirekt.

 

Dabei kann Zeichner Quirit kann es besser. Seine Website erzählt, immerhin schon seit 1976 veröffentliche der (wie ich vermute) Holländer, in großer Menge Bildwitze und durchaus merkwürdige Comicstrips. Da kann es wohl auch schon mal vorkommen, dass ein schlechterer dabei ist. Aber dieser hier ist wirklich sehr schlecht. Vielleicht ist die Pointe einfach nicht ins Deutsche übersetzt worden. Oder es war gleich keine da.

Das zweite Beispiel ist von Erik Liebermann – dessen Strich (aka witzfreie, anatomisch und perspektivisch komplette verbaute Glubschaugenkrüppelzeichnerei) sich auch schon seit über 30 Jahren durch alle Printmedien zieht.


Der Mann zwischen den Stühlen* stammt aus terravatt, der Mitarbeiterzeitung des sympathischen kleinen skandinavischen Energieunternehmens Vattenfall. Dr. Helmut Huber hat dann auch noch einen Satz druntergeschrieben:
Führen bedeutet: Vorbild sein
beim Meistern von Schwierigkeiten
Irgendwie gleich mehrfach passend.
Wobei, der Satz könnte auch ganz anders lauten. Und die Zeichnung könnte auch gleich eine andere sein. Und von einem anderen. Eigentlich völlig egal.
Und letzten Endes ist das ein erfreuliches Urteil, das man allzu gern über Äußerungen von – beispielsweise – führenden FDP-Mitgliedern fällen möchte. Da geht's aber nicht.



*Das mehr oder weniger originelle Bebildern von Redensarten übrigens scheint eine Spezialität von vielen eher mittelmäßigen Zeichnern zu sein. Da muss ich noch mal genaur hingucken... 

Buchtipp, Spartipp für alle ohne Englisch.

Vor ziemlich genau drei Jahren empfahl Gastautor M. Porneaux hier das Buch "The Life And Times Of The Thunderbolt Kid", die Kindheits- und Jugenderinnerungen des Journalisten Bill Bryson. Selbstredend hat der scheinbescheidene Angeber belesene Globetrotter Porneaux damals die englischsprachige Originalausgabe dieses Buches gelesen. Ich nicht. Ich traue meinem Englisch nicht über den Weg.
Aber seit mittlerweile drei Monaten liegt die deutsche gebundene Ausgabe in einer, wie mir scheint, sehr ordentlichen Übersetzung in allen Thalia-Buchläden aus, und zwar stapelweise auf dem Grabbeltisch für €4,95 das Stück.
Ich wiederhole, in Farbe und lauter: €4,95

Dass es sich so sträflich schlecht verkauft hat, dürfte vielleicht auch auf die bereits von M. Porneaux bemerkte und wirklich nur zähneknirschend nachvollziehbare Titelgestaltung zurückzuführen sein. Egal: wer lesen kann, aber weder Englischkenntnisse noch Geld hat, möge es schleunigst kaufen.
Es lohnt sich.

Sicherheitshalber folgt hier noch ein weiteres Mal und geradezu überdeutlich der Hinweis auf den Preis:   €4,95  

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Update im August 2011: Und wieder liegen Stapel dieses Buches bei Thalia rum. Und weil's vor anderthalb Jahren wohl nicht ging, wurde der Preis nochmals gesenkt, auf
jetzt nur noch drei Euro! 

Y bitte?

Das Magazin der Bundeswehr (gedruckt und im Netz) hat einen tollen Namen, der auf die Nummernschilder von Bundeswehrfahrzeugen anspielt, den trotzdem mancher englischsprachige Kamerad fragend mit "Why?" kommentieren dürfte.
 
Zumal es da ja dieses berühmte Antikriegsplakat aus den 60er Jahren gibt.
Aber hey, nicht mal der Westwall Westerwald Westerwelle kann Englisch.

Neue Wörter (Folge 35)

Meine Frau behaupter, sie habe nur genuschelt. Ist auch egal. Denn
Bremsscheibenvorfall 
ist schön. Kann man sich viel drunter vorstellen.
Danke also, zum Mindesten für undeutliche Aussprache.

Besoffen. Und nicht erst seit gestern.

In der deutschen Weltpresse und überall sonst auch wird gerade ganz topaktuell (und überaus empört) darüber berichtet, dass bei der Bundeswehr zuviel Alkohol getrunken würde, dass Vorgesetzte ihre Untergebenen schikanieren und dass Bundeswirtschaftsverteidigungsminister Underberg Guttenberg der Sache nachgehen will.

Hallo?

Mein Wehrdienst, der damals noch 15 Monate dauerte und den ich auf zwei Jahre verlängerte*, ist inzwischen etwa 30 Jahre her. Und ich werde jetzt mal enthüllen, was da – in der Zweiten Kompanie des Fernmeldebataillons 6 in der Hindenburg-Kaserne – so passierte:
  • Der Unteroffizier René B. (Zeitsoldat, 4 Jahre) weckte nachts den Obergefreiten Thies T., indem er sich an sein Etagenbett schlich und dem Obergefreiten ein brennendes Feuerzeug an den großen Zeh hielt. 
  • Bei Schießübungen (liegend, aufgestützt) erfreute sich der Unteroffizier L. damit, den Untergebenen kräftig die Hacken seitlich auf den Boden zu treten, meist mit den Worten: "Im Feld wär Dir Deine Hacke schon längst weggeschossen. 
  • Der Oberfeldwebel und Ausbildungsleiter K. empfahl Rekruten während der Grundausbildung Lebensversicherungen der BHW. Praktischerweise konnte sie ihren Vertrag gleich bei ihm abschließen und wurden danach deutlich weniger schikaniert.
  • Bei Übungen "im Felde" besoff sich eine ganze Reihe von Unteroffizieren, (die sogenannten Truppführer) meist gegen Abend. Die spätere Nacht hinten auf dem mit altmodischem Elektronikschrott vollgestopften LKW durften die Mannschaftsdienstgrade wachbleiben, während die Truppführer vorn im Führerhaus ihren Rausch ausschliefen.  
  • Als Zeitsoldat wurde ich irgendwann auch UA (Unteroffiziersanwärter). Meine künftigen Dienstgrad-Kollegen drohten mir lustige Rituale zur Unteroffizierstaufe an, die Übungen waren entweder ekelerregend oder schwerstbesoffenmachend oder beides. (Zum Glück verletzte ich mir das Knie, wodurch sich der Unteroffizierslehrgang dann erledigt hatte.)
  • Der obengenannte Unteroffizier René B. kannte übrigens alle Weltkrieg-2-Helden (die deutschen, versteht sich) und sowieso von wichtigen Parteigenossen des 1000-jährigen Reichs die Geburtstage und feierte sie auch. Nachts gegen zwei brüllte er dann das Horst-Wessel-Lied durch die Flure. 
  • Ich habe mehrfach gleich nach Dienstschluss Rum mit Instant-Orangensaft verbessert. Dieses Pulverzeug kam übrigens aus dem so genannten EPA, einem Karton voller haltbarer Widerlichkeiten Nahrung für den Einsatz im Gelände, der auch Zumutungen Spezialitäten wie Tubenkäse und Hartkeks enthielt. Meine "Kameraden" und ich haben uns mit diesem Dreck zielgerichtet besoffen und ganz folgerichtig ist es mir auch einmal gelungen, schon um 20 Uhr 30 nicht mehr rechtzeitig aufzuwachen und statt des Clos das gesamte Etagenbett vollzukotzen. War das bitter!
  • Mein späterer Studienkollege und guter Freund Christian M. schließlich war während seiner Wehrpflichtzeit vom Dienst an der Waffe wegen (wohl vorsätzlicher) Ungeschicklichkeit ausgeschlossen. Stattdessen durfte er im Offizierskasino Bier zapfen. Er berichtet, dass dort viel Bier getrunken wurde – so viel, das sich niemand wunderte, wenn er noch in der Nacht schweren Durchfall kriegte. Dabei lag das an dem nahezu geschmacksneutralen Abführmittel, mit dem Christian M. das eine oder andere Frühmorgenpils verfeinerte. 




*Ich war jung und brauchte das Geld.

Meine kleine Geschichte der Rockmusik (6) Mitdermickymauskameragefilmt.

Heavy Current live. Das erste Stück vom ersten Auftritt seit 30 Jahren. (Und auch das Rauschen und Knistern kann nicht verbergen, dass der Gesang sooo doll nicht ist.)
video

100 Bücher im Schnelldurchlauf

Bei Kiki hab ich gelesen, dass das ZDF (wahrscheinlich unter dem Diktat von G. Knoop*) die folgenden 100 Buchtitel als die liebsten Bücher der Deutschen vorschreibt empfiehlt aufzählt. Mal sehen, welche davon ich mag. 

1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien
Ca. 1978 hab ich den dritten Band in einer Nacht durchgelesen, auf dem Boden liegend, rechts und links von meinem Kopf die Boxen meines Dual Plattenspielers, über den ich wieder und wieder Tubular Bells von Mike Oldfield gehört habe.
Zehn Jahre später hab ich’s noch mal versucht. Versucht.  

2. Die Bibel
Vor drei, vier Jahren hab den Schinken mal von vorn bis hinten aber beim Buch der Könige war dann doch Schluss.


3. Die Säulen der Erde, Ken Follett
Der Mann schreibt spannend, wenn man nur spannend will. Die Sexszenen sind hier (wie in allem von Follet, was ich kenne) unerträglich schlecht. Einfach drüberweg lesen.  


4. Das Parfum, Patrick Süskind
Ich hab dann auch brav behauptet, das Ganze hätte mich sehr beeindruckt. Musste man damals.

5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry
Ja, gelesen. Kitsch. (Vielleicht stell ich mal meine Version ins Netz, wenn mich wer bittet...)

6. Buddenbrooks, Thomas Mann
In der Schule, im LK Deutsch gelesen, also eher nicht.

7. Der Medicus, Noah Gordon
Siehe Follett, nur noch langweiliger.

8. Der Alchimist, Paulo Coelho
Kennichnich

9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
Meine liebe Frau und ich haben damals die Anzeigen für den Buchvertrieb des Hamburger Abendblatt gestaltet, und immer zu Weihnachten gab’s ’ne ganzseitige Anzeige mit 50 Büchern und einem Coupon. Und da warern die ersten Potters dabei. Gute Kinderbücher. Und nach den beiden letzten Bänden ist man froh, wenn Schluss ist.  

10. Die Päpstin, Donna W. Cross
Habichglaubichgelesen. Weißnichgenau. Wenn Sönke Wortmann das verfilmt hat, ist das schon Urteil genug. 

11. Tintenherz, Cornelia Funke
Ja. Ok. Kinderbuch. Hier.

12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
Wer? Was?

13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
Doch, gutes Buch. Mich hat nur gestört, dass es so sehr nach 100 Jahren Einsamkeit roch.
Aber tun sie das nicht alle, die Lateinamerikaner?

14. Der Vorleser, Bernhard Schlink
Hab ich gelesen. Man so. Uninteressant.

15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
Wir haben unseren Deutsch-LK-Leherer gezwungen, nach dem ganzen Gebölle mal den Faust lesen zu lassen.
Schöner Budenzauber – mit Gründgens und Quadflieg fand ich es unerträglich.

16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
Wer? Was?

17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
Ja, amüsant.

18. Der Name der Rose, Umberto Eco
Ab Seite 40 etwa ging’s. Aber Eco’s Zeitungsartikel sind mir lieber.

19. Illuminati, Dan Brown
Nö. Wirklich nicht. (Wobei: Sakrikeg hab ich als Hörbuch gehört, während meiner langen Fahrten zu der Walsroder Agentur, bei der ich jetzt auch nicht mehr bin. Wenn ich’s recht bedenke, vielleicht lag’s eben an dem Hörbuch.

20. Effi Briest, Theodor Fontane
Wie sagt Gernhardt: „Die deutsche Sprache kennt kein briesen.“

21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling
 (s.o.)

22. Der Zauberberg, Thomas Mann
Versucht. Unbekömmlich. Aufgehört.

23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
Natürlich. Aber eigentlich ist es ja ein Mädchenbuch. Bzw. Mädchenfilm

24. Siddharta, Hermann Hesse
Eins von seinen Büchern, die ich nicht verstanden habe. (Eigentlich bleibt nur das Gedicht „Stufen“ – am besten auf einer Ansichtskarten.)

25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch 
Sehr gut . Und mit einem dermaßen unfrendlichen Schluss.

26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende
Besser als die Verfilmung. Schlechter als Jim Knopf .

27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
War mir wohl auch verborgen.

28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
Nicht gelesen.

29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse
(s.o.)

30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
Ein merkwürdiges Artus-und-Morgana-Buch. T.H. Whites Version fand ich Längen unterhaltsamer.

31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
Nein, schon wegen dem Titel.

32. Die Glut, Sándor Márai
Nie gehört.

33. Homo faber, Max Frisch
Ich hab 13 Punkte in Deutsch geschrieben, ohne es gelesen zu haben. Hey, ich bin Werbetexter.

34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
Sher gut.

35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
Endlich kann ich mal meinen Lieblingskalauer bzgl. Werbetext loswerden: Die unerträgliche Seichtigkeit der Lines. (Aber gelesen hab ich’s nicht)

36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
S. o. bei Allende

37. Owen Meany, John Irving
Owen Meany war das letze von ihm, das ich gern gelesen habe. Danach hatte ich Ringer, Wien, Bären und merkwürdieg Todesarten endgültig satt

38. Sofies Welt, Jostein Gaarder
Ja. Kinderbuch. Aber nicht so richtig. Hm.

39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams
Der erste Band ist gut. Und dann ist irgendwann gut.

40. Die Wand, Marlen Haushofer
Kenn ich nicht.

41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
Ok.

42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
Versucht. Gelassen.

43. Der Stechlin, Theodor Fontane
Nö.

44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
Ja, warum?

45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
Nö.

46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
Nö.

47. Der Laden, Erwin Strittmatter
Nö.

48. Die Blechtrommel, Günter Grass
Ja, mehrmals. Und er war nie wieder besser als da .

49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
Gelesen. Ja. in der Schule. Und ich war auch betroffen. Das war man damals.

50. Der Schwarm, Frank Schätzing
Der deutsche Follett, incl. der unertäglichen Sexszenen (s.o.)

51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
Ne.

52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
Liebe Zuschauer, Harry Potter war jetzt dreimal dabei und kann leider nicht mehr gewählt werden...

53. Momo, Michael Ende
s.o. (Mein sechsjähriger Sohn hat es sehr gemocht.)

54. Jahrestage, Uwe Johnson
Hab mal drüber gelesen. Aber nie drin.

55. Traumfänger, Marlo Morgan
Nie gehört.

56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger
Ich schließe mich Kiki an: “Raise High The Roofbeams, Carpenter”, “Franny and Zooey” und die “Nine Stories” haben mich weitaus mehr und weitaus nachhaltiger beeindruckt als der junge Holden Caulfield"

57. Sakrileg, Dan Brown
s.o.

58. Krabat, Otfried Preußler
Hotzenplotz war Klasse. Damals. Krabat kennichnich

59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
Jawohl. Ich hab sogar meine Verbeugung vor ihr gezeichnet, eine Geschichte über eine (mittlerweile) Frühsiebzigerin namens „Pippi Stützstrumpf“. Diese Illus durfte ich vor einigen Jahren sogar mal im Museum für Kunst und Gewerbe aufhängen durfte (aber nur in der Bibliothek).

60. Wüstenblume, Waris Dirie
Was is? Dirie?  

61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
Schauder. Lauf weg, wohin das Buch nicht kommt.

62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
Nie gehört.

63. Mittsommermord, Henning Mankell
Den hab ich vielleicht gelesen oder einen anderen. Ist das wichtig?

64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
Den hab ich vielleicht gelesen oder einen anderen. Ist das wichtig?

65. Das Hotel New Hampshire, John Irving
Der Hund Kummer war großartig. Und die Pension Grillparzer ebenfalls.

66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
Ne.

67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
Kiki nochmal: „Jaahaaa. #genervt“

68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
Neeeeeeeeiiiiiiinnnn!

69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
s.o.

70. Tagebuch, Anne Frank
Mehr so durchgearbeitet, in der Schule.

71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult
Schmalz auf unser Hirn. Nee, wollte und will ich nicht.

72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner
Was sind eigentlich Levkojen?

73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
Nie gehört.

74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann
Nee.

75. Was ich liebte, Siri Hustvedt
Probiert, ging nicht.

76. Die dreizehn1/2 Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers
Och nö.

77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
Wer? Was?

78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
Ich hab davon gehört, aber: Kenn ich nicht.

79. Winnetou, Karl May
Ich fand den furchtbar.

80. Désirée, Annemarie Selinko
Kennichnich

81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
Nö.

82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
Auch hier, die eingestreute Geschichte „Bensenhavern...“ war das Beste.
So gut, dass mir das Frühstück aus dem Gesicht fiel. 

83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë
Nein.

84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
Nein.

85. 1984, George Orwell
Muss ja.

86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy
Der Name der Autorin schreit nach einer Verfilmung. Aber lesen? Nee.

87. Paula, Isabel Allende
Nein.

88. Solange du da bist, Marc Levy
Nie gehört.

89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel
Wie bei Kiki „Mein einziger Simmel, mein erstes Kochbuch, ein wunderbares Buch, das taufrisch und aktueller denn je ist.“

90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
?

91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
?

92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
?

93. Schachnovelle, Stefan Zweig
Kurz und gut. Hier.

94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
Ich sach mal „Totenmaske Humperndinck !“

95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
Ne.

96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
Das war toll. Aber „der Idiot“ ist noch lustiger.

97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
Nein

98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
Nie gehört.

99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
Das hab ich mich immer gefragt: Hat jetzt Frau Eyre ein Buch namens Charlotte Brontë geschrieben oder umgekehrt?

100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood
Klingt nach Afrika und Negerromantik. Schauder...


(*"Hitlers Bücher" –  das wär doch mal ne schöne Doku-Reihe, gell, Guido?

Humor los!

(Für Großansicht aufs Bild klicken – lohnt aber eigentlich nicht...) 

Ich versteh diesen Witz nicht. Vielleicht ist es ja auch gar keiner, sondern ein ätzender / liebevoll ironischer Kommentar zur Tagespolitik. Oder einfach eine ungelenke Zeichnung, die dahin musste, weil noch Platz war. Jedenfalls waren da gleich zwei Leute am Werk. Kann mir mal wer was erklären?

Meine kleine Geschichte der Rockmusik (5) JUBELJUBELFREUFREU!

1. Ihr alle wart ein ganz wundervolles Publikum. (Jedenfalls alle, die da waren – von meinen Hamburger Lesern konnte ich leider niemanden entdecken.)
2. Jens, Klaus-Peter, Detlef, Stefan: Ihr wart (bzw. seid) prima Musiker und ohne Euer Feuer hätten wir alle ziemlich alt (bzw. noch älter) ausgesehen.
3. Die vielen Wiedersehen waren velleicht das Schönste. Flohi, Gassi, Bärbel, Renate, Fräulein Maaß, Christian, Jörg, Ute... Das war ein bißchen wie ein Klassentreffen, nur ohne die, mit denen man sich schon früher nicht verstand. Nur Susanne Hansen hab ich vermisst.
4. Kann sein, dass ich ein wenig übertreibe. Egal. Ich bin noch euphorisch.
5. Und heiser.
6. Mir fällt grad auf, dass dies der 600. Post in meinem Blog ist. Das wär ja dann schon wieder eine Art Jubiläum (40 Jahre Hdj, 30 Jahre Konzert, 600 Einträge - wow.)
7. Und hier die Presseschau: 
 


 (zum Vergrößern aufs Bild klicken)

Meine kleine Geschichte der Rockmusik (4) Dithmarscher Landeszeitung vom 3.2.10

Ja, so war das damals, Weihnachten 1979.  Der Sänger trug eine Brille mit Glühlämpchen und machte Faxen. Peinlich. Und am allerpeinlichsten: Ich war das. Und übermorgen wieder. Hm.

Schön modern.

Deutschlands auflagenstärkste Zeitschrift, die ADAC Motorwelt, hat seit Dezember ein neues Layout.
 
(alt)

 
(nicht ganz so alt)

(neu)

Und tatsächlich kommen die gewohnten Inhalte des Zwangsabos optisch deutlich frischer daher. 
Doch spätestens beim Betrachten der Anzeigen kommen Fragen auf:

(Ausgabe # 2/2010, S. 112/113)*

Ist die Leserschaft tatsächlich so immobil, dass sie sogar zum Clo fahren statt gehen muss? Und ist dass Blatt damit möglicherweise ein Spiegel der bundesdeutschen Wirklichkeit? Oder wenigstens der, die auf uns zu kommt? Gibt's den Treppenlift auch als Diesel? Und was glauben die verzweifelt Jugendmarketingverliebten in Industrie und Agenturen, im Web und bei VivaPro7RTLSat1 eigentlich, wo ausnahmslos alle in ihrer Zielgruppe früher oder später hingehen? 
In den ADAC, genau, da gehen sie hin.
Bzw. fährt.

*Zur Grossansicht Bild anklicken: es lohnt sich. Da findet der interssierte Leser dann auch die internet-Adressen aller namhaften Anbieter.

Reklame-Geschichten (3)

Fehler  
     Ich war noch Grafik-Lehrling in meiner ersten Agentur  – also Praktikant, allerdings bezahlt, aber das Ganze ist ja auch 26 Jahre her – da erzählte mit der Geselle – ein Art Director, der kaum glaubliche 50 Jahre alt war – von seinem teuersten Fehler: Er hatte einen mehrsprachigen Folder gestaltet, dessen einzelne Sprachen durch die jeweiligen Landesflaggen symbolisiert wurden. Statt der französischen Flagge (blauweißrot von links nach rechts) hatte er die Schlewig Holsteins (blauweißrot von oben nach unten) reingezeichnet. Sein Chef sah es ihm nach, weil er erstens richtig gut und zweitens Ami war. (Von hier aus ein Gruss an ihn: Hi, Alfred.)
     Ich war schon Texter in meiner zweiten Agentur und durfte eine Doppelseite in die BRAVO texten, über die Coca-Cola jede Menge toller Artikel (wie z.B. das Bottle-Radio) anbot und per Coupon auch gleich verkaufen wollte. Die Anzeige erschien und jede Menge junger Leute wandten sich an BRAVO, weil auf dem Coupon die Einsendeadresse fehlte. Kundenberaterin Anette wollte wissen, wer Schuld sei, und alle in der Kreation fanden, sie. Am Ende gab das Coke Marketing zu, schließlich hätte man selbst das Fehlen der Adresse auch nicht bemerkt, und BRAVO schenkte Coke die erneute Schaltung der diesmal kompletten Doppelseite. 
     Mein absoluter Liebling unter den Fehlern in der Werbung ist und bleibt allerdings die Plakatkampagne für West Quickies (eh schon ein total witziger Name, oder?), die von den Kreativen bei Schoz & Friends verbrochen und vom Remtsma-Marketing begeistert abgenickt worden war. 
Da stand ein oder zwei Tag lang an allen verfügbaren Wänden – und in ähnlichem Umbruch: 
DIE FAST
VÖLLIG FERTIGEN
ZIGARETTEN
 Und als alle gelacht hatten, wurde das Ganze schnell entfernt.