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Neue Wörter (Teil 18): Verhört

Der (bzw. ein ganz wichtiger) Weihnachtswunsch
meines Sohnes Paul war mir rätselhaft,
hörte ich doch immer
Platschdampfer
und darunter konnte ich mir nichts vorstellen,
umso weniger,
als mein Sohn darauf beharrte, den
Platschdampfer
bei Star Wars gesehen zu haben.
Dort liefe er – also nicht mein Sohn,
sondern eben der
Platschdampfer
– im Schnee herum
und beschieße die Guten mit Laser.

Inzwischen hab ich es verstanden:
Paul meinte den hier.

Und sprach dabei vom Plattstampfer.

Möge die Macht der Worte mit Dir sein.

digital schnrpl

Die Idee ist 40 Jahre alt und von F.K.Waechter und geht so:
Einer malt eine Linie und der andere macht was draus. Dann umgekehrt.

© Thies und Paul Thiessen 2012

© Thies und Paul Thiessen 2012

Die Ausführung kommt in diesem Fall von meinem Sohn und mir. Und gemacht haben wir's am iPad, mit dem mein Sohn erfreulich hemmungslos fingerfarbig zeichnet.

Neue Wörter (Teil 17)

Mein Sohn Paul erklärte mir im Zusammenhang mit der – im Übrigen großartigen – Verfilmung von "Hui Buh", dass die Gespenster ja ganz eigene Tricks und Bräuche haben. Und dafür wiederum hat er ein ganz eigenes Wort geschaffen:

Trisinitäten

Ich denke, darunter kann sich jeder etwas vorstellen. Wenn auch möglicherweise jeder etwas anderes. Hat jemand relevante Vorschläge?

In eigener Sache

Liebe Freunde und Leser, ich bitte Euch von Herzen: macht meinem Sohn Paul (10) die Freude: besucht und bookmarkt seinen Blog, den ich zusammen mit ihm für ein Grundschulprojekt gebastelt habe.
Ach ja, und vor allem: kommentiert das Ganze freundlich.

Danke für die Mühe.

Fundstücke: Schnrpl

1976 war ich achtzehn und eigentlich zu alt für Kinderbücher. 1977 fing ich in Hamburg an, Grafik-Design zu studieren, und zwar an der Kunstschule Alsterdamm, unter der irgendwann in den frühen 60er Jahren auch Friedrich Karl Waechter gelitten hat. Das wenige, was er über die Schule gesagt hat, ist nicht übermäßig freundlich, im Gegensatz dazu verwahrte deren Bibliothek in den späten 70er Jahren viele seiner Bücher und obwohl der Gründer und Direktor Herr Setzke sonst jeglichem anarchischem Witz eher abhold war,  wies er hier gern darauf hin, dass das ja auch ein Absolvent sei.

Kurz: 1977 bekam ich zum ersten Mal das Buch "Opa Huckes Mitmachkabinett" in die Finger, das ein Jahr vorher bei Beltz & Gelberg erschienen war.  darin gab es Seiten zum Zerschneiden, zum Fettfleckendraufmachen, zum Drinrumschmieren und Löcherreinpieksen und schließlich die Schnrpl.

Schnrpl funktionieren so:
Man krakelt was hin. Irgendwas. Einen nicht identifizierbaren Krakel halt. Bzw. eben einen Schnrpl.
Und dann nimmt ein anderer den Schnrpl und macht was draus, bis es eben doch identifizierbar ist.

Seit einiger Zeit machen mein Sohn und ich ab und Schnrpl ins Skizzenbuch. Immer abwechselnd. Erst krakelt der eine und der andere zeichnet, dann umgekehrt.

Was dabei herauskommt, ist immer schön.
© Thies und Paul Thiessen 2011/12

Schöner manchmal, als was ich so alleine zeichne.
© Thies und Paul Thiessen 2012

Oder?
© Thies und Paul Thiessen 2012

Danke, F. K. Waechter.

Neue Wörter (Teil 20)

Mein Sohn Paul (7) brachte es aus der Schule mit und wollte auch wissen, was es heißt. Ich zitiere:
Der Ata ist echt ein Angeber. Der läuft immer rum und sagt, er ist mänomental.

...mänomental.

(Wir haben es inzwischen annähernd herausgefunden. Der liebe Ata guckt zu spät fern, und zwar Pro7 und da hat er wohl verschiedene in einer Sendung gefallene Begriffe durcheinander gebracht. Und? Selber raten? Dann mal los! Auflösung heute in einer Woche.)

Neue Wörter (Teil 4)

Diesmal war's mein Sohn Paul, mit dem wir heute tropische Pflanzen, Schildkröten und Eidechsen gucken gehen wollten. Ziel also war, wie er sagte:
Der titanische Garten.
Was ja einiges an umwelt- und gesellschaftspolitischem Sprengstoff birgt, spätestens bei der Vorstellung vom
Untergang der Botanik.
(Denke schön. Nichts zu denken.)

Fragebogen, geklaut.

Und zwar hier.
Und hier fülle ich ihn aus:

Letzte Zigarette:
vor zwei, drei Wochen.

Letzte Autofahrt: Heute früh, vom Poppenbütteler S-Bahnhof nach Haus. Aber nicht selbst: Meine Frau hat mich netter Weise abgeholt.

Letzter Kuss: Gestern abend, zum Schlafengehen.

Letzter Weinkrampf: Blöde Frage, Männer weinen nicht. (Männer lügen.)

Letztes Buch: Der Ausflug von Edward T. O'Donnell. Furchtbar wahre Geschichte eines Schiffsunglücks in New York im Jahr 1904. Ich hab's verschlungen.

Letzter Film: Die Simpsons. War prima.

Letztes benutztes Schimpfwort: Pissnase. (Mit wütend genervtem Ton: "Das ist und bleibt ne P.")

Letztes Getränk: Grüner Tee.

Letztes Essen: Aldi-Lasagne.

Letzter Anruf: Tamara.

Letzte Sendung im TV: Vergessen. (Soviel zur Programmqualität)

Letzte Dusche: heute früh.

Letzte CD: Ein NDW-Sampler mit 2 CDs voller Mist (Frl. Menke, Ixi, falco etc.) Aber mein Sohn wollte "Ich will Spass" hören. Und ich Ideal, Fehlfarben und Trio.

Letzter gekaufter Gegenstand: Tageskarte

Letztes Mal aufgeregt wegen: "Krieg ich den Kunden oder nicht?"

Letzte Enttäuschung: Mein Freund Martin

Letzte Worte: „Dann sag mal Hallo!“

Letzte sexuelle Fantasie: (Nee, sooo privat ist dieser Blog denn doch nicht.)

Letzte merkwürdige Begegnung: Die Mail von der Agentin von Frau Rudnik. Soviele Tippfehler in einer einzigen Mail. Meine Güte!

Letztes Mal amüsiert: Grimassenschneiden mit Paul, "immer, wenn Mami nicht guckt"

Letztes Mal verliebt: Haut wie Milch und Honig

Letztes Mal umarmt: Heute früh

Letztes Mal getanzt: Vor ein paar Tagen, mit meinem Sohn zu Markus (s.o.)

Letztes Konzert: The Nits im Docks, vor ca. 10 Jahren (thenitsimdocks klingt lustig.)

Letzte Website besucht: Wenig überraschend, ankegroener.de

more joy of schnrpl

© Paul Thiessen 2012
"ich hab gestern, bei der Religionsarbiet, als ich schon fertig war und noch Zeit hatte, da hab ich mal ganz alleine geschnrplt." (Danke, mein Sohn. Darf ich das bloggen?)