Schmächtig prächtig

(Von Gastautor Monsieur Porneaux)

Bei SpOn läuft ein "Bucheinstiegsquiz", bei welchem man sich unter dem Titel

Kennen Sie den Anfang der Geschichte?

selbst prüfen kann, ob man den ersten Satz eines bekannten Textes einem bestimmten literarischen Werk zuordnen kann.

Bei der Frage:

muss die Antwort "Antoine de Saint-Exupéry, `Der kleine Prinz´" lauten, dann liest man:

Moment mal - PRÄCHTIGE Bilder???
Ich fürchte, der zuständige (anonym bleibende) Spiegel-Online-Redakteur hat da eine etwas andere Auffassung von Prächtigkeit als ich …

Kann man ein solches Bild so nennen?




Oder ein solches?



Ein dergestalt hinkendes Schaf nenne ich allerdings definitiv anders:



"Gewollt-und-nicht-gekonnt", eher.
Oder - falls es freundlich sein soll - "liebevoll amateurhaft verzeichnet".
Oder aber auch "Warum muss ich mir das jetzt ansehen?".

Fragen über Fragen.

Ich weiß aber wenigstens, was ein bestimmter Kommentator als Antwort auf die Frage nach meiner Intention gäbe, diese Frage hier aufgebracht zu haben: "Du bist ja nur neidisch auf den Erfolg, Du solltest Dich lieber für den und mit dem Anderen freuen".
Bin ich neidisch?

Ich glaube, eigentlich nicht.

Kommentare:

Monsieur P. hat gesagt…

… und kaum hat man die Frage nach dem Neid ausgesprochen (bzw. hingeschrieben), fällt einem das "Journal" des Hamburger Abendblattes in die Hand.
Man öffnet es und findet einen in der Rubrik "Gluegg!"" einen derart ungelenk, ja mutwillig verbogen geeichneten Frosch vor, dass er in der Kategorie "Warum muss ich mir das jetzt ansehen?" dieses kleine Schaf noch um Längen aus dem Felde schlägt: vier Beine hat der Frosch zwar, aber offensichtlich nur zwei Füße (zwei grotesk verzerrte Vorderfüße), dazu so gut wie keine Augen, dafür aber eine Schnauze, die einem Wolf zur Ehre gereichen würde.
Als Frosch erkennbar ist er daran, dass er auf einem Seerosenblatt sitzt und grün ist - so werden Wölfe eben nur sehr selten dargestellt.

Ach ja, da will ich mich doch gleich mal mit dem Ver-Zeichner freuen, dass er so schön und erfolgreich eine Redaktion dazu gebracht hat, etwas von ihm zu veröffentlichen.

Irgendwie will mir die Vermutung, die Herr T. angesichts der regelm#ßigen Veröffentlichung von Bildern eines anderen Zeichners in einem deutschen Wochenblatt, angestellt hatte, nicht aus dem Kopf: "Hat er vielleicht Belastungsmaterial gegen den Chefredakteur in der Hand und droht mit einem Gang an die Öffentlichkeit?"

Anders kann ich’s mir eigentlich nicht mehr erklären …

OH hat gesagt…

Dazu fällt mir eigentlich nur ein Kommentar des wohl besten und unterhaltsamsten Zeichenlehrers der Welt ein: " Das sieht ja aus, wie mit dem Knie gemalt!"