Dümmste Aussagen-Hitparade

Gestern stellte sich der Beginn einer Sammlung besonders blödsinniger Formulierungen bei mir ein. In einer Broschüre eines Event-Ausstatters las ich zum Thema Geschirrverleih:
Ungespülte Geschirrrückgabe
berechnen wir mit 50 Prozent
des Verleihpreises.
Und kaum eine halbe Stunde später quoll mir aus Radio Hamburg dieser (übrigens immer vor Weihnacht standardisiert eingesetzte) Dreck entgegen:
Die weiße Weihnachtswahrscheinlichkeit
liegt heute bei 40 Prozent.
Gibt's dazu von meinen Lesern und Leserinnen noch weitere miese Formulierungs-Kommentare? Dann her damit!

Zu wahr um schön zu sein.

Die folgenden Kleinanzeigen sandte mir mein Gewährsmann Michael Prahl, dessen Komik-Kompetenz und Aufmerksamkeit hiermit stark gelobt seien.
Charmant, oder?

Strahlenalarm in Norddeutschland

Presse, Funk und Fernsehen melden immer neue Funde in Hamburg und Umgebung. Hier ein Überblick über einige besonders stark strahlende Elemente und ihre Risiken.

Bohlenium
http://www.zdf.de/ZDFde/img/16/0,1886,2391440,00.jpg
Strahlen stark und agressiv, dennoch meist ungefährlich,
außer für ca. 22-jährige Dumpfbacken,
(Erfreulich: Halbwertzeit läuft unaufhaltsam ab.)

Olenium
Strahlen abgeschwächt, wenig sichtbar, rechts drehend.
Z.Zt. nur regional wirksam, dennoch gefährlich
wg. langer Halbwertszeit.

Evangelium
http://www.nzsen.de/moderation/e_hermann.JPG
Strahlen sehr stark bei jeglichem Kamerakontakt.
Ernst genommen, greift dieses Element die Nerven an.
(Gefahr von Hirnschwurbel.)

Hallo? AOL? Jemand zuhause?

Ach, so, gerade total beschäftigt.
Na, dann will ich auch nicht weiter stören.

Neue Wörter (Teil 10)

Wie kann man die Fähigkeit, einen Sachverhalt gleichermaßen klug und stilistisch vollendet zu beschreiben, auf ebendiese Weise in einem Wort zusammenfassen?
Richtig, mit
Intelleganz
oder "avec intellegance", wie der Franzos' sagen würde. Sagt meine ebenso zu benennende Frau.

Hier spricht der Kritiker: Ranking und Realität

Auf der Rückseite des Spiegel Special "Jung im Kopf" fand ich diese Anzeige.
Und da stellten sich mir gleich ein paar Fragen.

Warum gucken die beiden in verschiedene Richtungen? Ist er also traurig, weil er meint, sie wäre nicht schwanger? Und freut sie sich, weil sie meint, sie wäre schwanger? Und wie können die beiden überhaupt die Schrift auf dem Teststreifen lesen? Und weiter:

Wem gehört der Daumen? Dem Frauenarzt? Ihrer Mutti? Seiner? Und gucken die grundsätzlich in Anwesenheit von Dritten auf den vollgepieselten Streifen? Apropos Pieseln:

Wieso ist der Teststreifen trocken? War die Ersatzflüssigkeit alle?

Und wieso ist das Ding so lang? (Schätzungsweise 20 cm... – vielleicht guckt der junge Mann ob dieser Länge so verschreckt.)
Ist eine Menge los auf dieser Anzeige. Soviel kann man sagen:

Acht Elemente und eine etwas mehrdeutige Geschichte. Wer soll sich das alles merken? Kann ich die Mitte nochmal hören? Und wer war das?

Aha, hätt ich mir denken können müssen, wenn doch schon auf dem Titel "Jung im Kopf" stand: Jung von Matt war's. Eine der kreativsten Agenturen im Lande an einem richtig beschissen schlechten Tag. Alltag statt Award eben. Irgendwie beruhigend.

Inselmarketing (Fortsetzung)

Die bekannten Sylt-Aufkleber kann man jetzt mit jeder Sturmflut updaten.








Perforationen sind schon eingestanzt.

Den Update von Helgoland-Postkarten kriegt im Übrigen jeder selber hin.

Web 2.0? Was ich mir wünsche.

Ganz einfach. Ich wünsche mir vom Web 2.0 eine Seite, in die ich meine leicht verderblichen Lebensmittel einstellen kann. Und eine Website, in der ich leere Packungen posten kann. Ist doch wahr: warum soll ich das ganze Zeug lagern, wenn's genausogut auf irgendeinem Server irgendwo im WorldWideWeb liegen kann, bis es jemand runterlädt. Oder?
(Übrigens: Was ist eigentlich mit dem papierlosen Büro,
dass uns zu Anfang des Computerzeitalters versprochen wurde?)

Inselmarketing (Guerilla-Style)


Mit einem ungewöhnlichen Konzept will Deutschlands höchste Insel Duftmarken setzen – bevor die nächste Sturmflut sie wegspült (– die Insel natürlich).