Fundstücke: Reklamemuseum

© 2012 Thies Thiessen

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In einem alten Skizzenbuch von ca. 1990 fand ich diese beiden heiteren Skizzen, die sich auf eine Bierkampagne jener Jahre beziehen. Sie wurden nie realisiert, was kein Wunder ist. Der Etat lag bei einer andren Agentur, die Anzeigenüberschrift fand ich besoffen und ich wollte ja nur spielen.

Fundstücke: Unterwegs mit iPad

Eine Frau in der S-Bahn (mit Adobe Ideas):
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Und ein Mann in einem Strich (mit Bamboo Paper):
© 2012 Thies Thiessen
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Diesen Pitch hab ich verpasst. Um 85 Jahre.

In der Zeitschrift Gebrauchsgraphik, vierter Jahrgang, Heft 7, fand ich die abgebildete Einladung zum  Ideenwettbewerb. Mal abgesehen von der unfreiwilligen Komik bestimmter Begriffe – wie "Kopfarbeiter" oder auch  "Reichsmilchausschuss" – die verdankt sich ja schlicht der Tatsache, dass die Ausschreibung eben aus dem Jahr 1927 stammt.

Für Großansicht aufs Bild klicken. (Es lohnt sich.)

Aber das Briefing ist okay. Es ist ein halboffener Wettbewerb für Reklamefachleute, und es werden Preise von insgesamt 7000 Reichsmark für die Überlassung der Rechte ausgelobt. (Was eine Menge Geld ist zu einer Zeit, in der der durchschnittliche Monatslohn bei unter 100 RM liegt.)
Worauf ich aber besonders hinaus will: Wer hier teilnimmt, überlässt NICHT AUTOMATISCH alle Rechte, er behält sie bis zum ordentlich bezahlten Ankauf. Und das ist ja heute eher ungewöhnlich, wo sich  Facebookwettbewerbe nach dem Motton "Avanti Dilettanti" drängeln.

Das wollt ich nur mal loswerden.

Titelschutzanzeige

Nicht, dass ich Lust hätte, so ein Buch zu machen. Aber hey, es ist ein Konzept, und vielleicht finet sich einer, der beispielsweise ein Buch über Dildo-Design schreiben möchte. Im Taschen-Verlag vielleicht?
Unter Hinweis auf §§ 5, 15 MarkenG nehme ich hiermit Titelschutz in Anspruch für Druckerzeugnisse (und überhaupt und soweiso für alle denkbaren flankierenden Maßnahmen und Medien) in allen Schreibweisen, Darstellungsformen und Kombinationen:

PHORM PHALLUS PHUNCTION
Das war’s auch schon. Danke.

Fundstücke: Spiegeltitelgeschichtenillustration

© 2012 Thies Thiessen
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(Übrigens, ich kenn’ so einen. Mindestens. Aber wer nicht.)

Warum Werbetexter JETZT ihren Beruf aufgeben sollten.

Zugegeben, ich schieße mir ins eigene Fleisch oder wie das richtig heißt, aber ich bin ein bisschen verzweifelt darüber, dass ich meinen Kunden so gar nichts versprechen kann. Schon gar nicht so exorbitante Gewinnzuwächse, wie sie sich eventuell von meiner Headline, meinem wohlformulierten Claim oder der pfiffigen – ICH KANN DAS WORT "PFIFFIG" NICHT MEHR HÖREN!!!! – Copy erhoffen. 
Ich habe bisher auch noch niemanden getroffen, der solche Versprechen gemacht hat.
Das ist jetzt anders.  Der Geschäftsführer einer Hamburger Agentur wies mich sardonisch lächelnd auf das Angebot von delfin-consulting hin – vermutlich um mir damit zu sagen, dass ich mir einfach mehr Mühe geben müsste – anderenfalls er nämlich auch alles selbst und viel besser, will sagen, erfolgreicher schreiben könnte.
Und tatsächlich, ich hab mir das angeschaut. Und dachte ich anfangs noch, das wäre vielleicht ein bisschen unseriös – Sie wissen schon: kein Impressum, eine org-Domain, drängelnde Pfeilhaufen, die mich zur Bestelltaste führen –  überzeugte mich spätestens der Besuch auf der .de-Seite des Anbieters.


Dieser hypnotische Herr blickt mir da entgegen ...  und schon geht es los... meine Augen werden müde... meine Arme werden schwer... ich bin gaaaanz entspannt ... und ich kann nicht anders, ich muss es sagen ... Werbetexter ... vergesst es ... gebt es auf... empfehlt stattdessen Lothar Küsters ...


Oder gleich Bogomir Pütz.

IKEA-Werbung auf neuen Wegen

Von dem großen schwedischen Möbelhaus gibt es einen kleinen Plastikhocker, der wahrscheinlich in jedem dritten deutschen Badezimmer rumsteht. 
Ich fand den schon immer niedlich. Aber richtig Leben kriegt er erst, nachdem mein Sohn sein kleines Fernlenkspionageraupenfahrzeug (von Märklin) druntergestellt hat.


(Die Musik kommt im Übrigen von der Gruppe "The Chap" und da von einer kostenlosen MP3-Compilation namens "Ghostly Swim" – zu finden bei Tonspion.de)

Blasen, schlagen, holen, seufzen.


Bei näherer Betrachtung dieser Produktbeschreibung aus dem App-Store für iPhones fällt mir, ich weiß nicht warum, eine Szene aus dem wunderbaren Film "To have or have not" ein.  (Der Film ist übrigens echt schwer zu kriegen.) Da sagt doch die fast noch minderjährige Lauren Bacall zu Humphrey Bogart aufs wirklich Allerschamuzigste:
"You know how to whistle, don't you?
You just put your lips together and...
(Pause, dann, endlich:)
...blowww..."
Und man glaubt egalweg jedes Wort.
(Oder, mit den Worten des App-Stores: Auch wenn Ihr Gerät können Sie das)


(Dank an Babo für das Bild.)