Wahlversprechen, kaum zu glauben

Am 11. September sind in Niedersachsen Kommunalwahlen. Und die CDU Seevetal fordert alle mündigen Bürger dazu auf, ihre Stimme abzugeben – umso mehr, als im Moment mit einer Wahlbeteiligung von um die 50 Prozent gerechnet wird. Dafür will sie sogar auf Werbesprüchlein verzichten – so jedenfalls will das Plakatmotiv suggerieren.

© für das Foto: Babo Nordeck, der ich herzlich danke.

Nun ja. Wenn the medium the message ist, dann ist das das Ganze etwas widersprüchlich.

(Apropos Widerspruch: Ist eigentlich eine Wahl noch gültig, bei der der (durchaus sympathische, dochdoch) Wahlsieger mal gerade 18%  der Wähler hinter sich weiß, während die Nichtwähler locker die absolute Mehrheit stemmen? Gibt es eine Stelle in MeckPomm, wo ich widersprechen kann?)

Ist das Recycling, wenn ich meine alten Zeichnungen im Blog entsorge?

© Thies Thiessen 2011

Her mit den kleinen geilen Jalousetten!

Oder wie darf ich das verstehen? Etwa als witzig? Neeee.
Ach so, als einfach so blöd. Dann is ja gut.

Sehl leckel!

© Thies Thiessen 2011

Wenn die Gremien fade werden,...

Elternratssitzung (© Thies Thiessen 2011)
...dann werf' ich meinen Ballpen an und lass ihn übers Papier knattern.

Anekdote aus alter Zeit

(Vorweg eine Information und Verständnishilfe für all die, denen der Begriff "68er" nichts mehr sagt:) Wer 1968 studiert hat,  25 Jahre alt war und politisch engagiert und nicht in einer schlagenden Verbindung – der darf sich unter Umständen in doppelter Hinsicht zu den nun Alt-Achtundsechzigern zählen. Und der (bzw. die) hat sich dann mit Recht aufgeregt über das Immernochverdrängen von Nazizeit und Taten der Generation, die – meist mindestens zuschauend – dabei war.
In diesem Jahr wurde die Studentenbewegung in teilen radikale, bzw. es gab einige, denen sie nicht entschlossen und radikal genug war. Sie gingen in die Illegalität (bzw. je nach Lesart, in den Widerstand) und auch so weit, z.B. am 2. April 1968 in Frankfurter Kaufhäusern zu zündeln.
(Ende der Information, Beginn der Anekdote.)

Warum ich hier über die radikale Wut erzähle? Weil sie dennoch – oder eben deshalb – nicht wirklich Ernst genommen wurde: Mein Beweis ist diese Speisekarte, die ein halbes Jahr später in Berlin Steglitz bei Karstadt auf den Tischen lag.


Mal angenommen, die Frau Ensslin oder der Herr Baader waren zufällig zu dieser Zeit in der Schloßstraße – ob die wohl sauer waren?


Bei den – nun ja – merkwürdig launigen Namen der Speisen und Getränke?


Das musste ja böse enden. Und das hat's dann ja auch getan.


(Übrigens lachte mir dieses Dokument vor ein, zwei Jahren aus dem Papiermüll-Container unserer Wohnanlage entgegen. Das musste natürlich mit. Ist das noch zu toppen? Ich glaube kaum...)

So, jetzt ist es raus: Ich bin ein Dichter.

...sagt jedenfalls hier die Deutsche Grammophon.
Und falls der Link irgendwann mal tot ist, hier zum Beweis ein Bild:
Aufs Kleingedruckte achten.

Dies habt zum Zeichen / Rechtecke reichen

© Thies Thiessen 2011

© Thies Thiessen 2011

Abschied von der Glühbirne

© Thies Thiessen 2011

Update am 26. 6. 2012:
Eigentlich fand ich ja nur, dass es ein guter Witz wäre,
und das ohne jede Botschaft, ausser: Sieh es und lache.
Und jetzt, so erfahre ich hier, ist es sogar ein wissenschaftlich belegter. Wow.