Sowas von und zu

In einem zustimmenden Kommentar zu einem der gereizteren Postings von Kiki schrieb Alexander:

Du sprichst mir sowas von aus der Seele!
Was mich weniger inhaltlich als stilistisch sehr freute: Denn die Konstruktion "sowas von"
kenne, mag und verwende ich schon seit Jahrzehnten, und seit Jahrzehnten ernte ich damit immer wieder leicht amüsierte bis indignierte Blicke und Bemerkungen.
Dabei habe ich dieses merkwürdige grammatische Gebilde sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen:
Dor heff ick mi sowat vun öwer aargert...
(Plattdeutsch: Übersetzt "Ich habe das für mich persönlich als ausgesprochen ärgerlich empfunden.")
...ist auch heute ein typischer Abschluss-Satz meiner Mutter, wenn sie von einem eben vergangenen unerfreulichen Ereignis berichtet. Wo ich mich dann wieder sowas von über freuen kann. Was bereits eine eine relativ kühne, aber gebräuchliche Konstruktion ist.
Anders als das schon etwas fragwürdige:
Weihnachten hab ich mich sowas von auf gefreut.
Sowas von einem gestandenem Werbetexter geht natürlich gar nicht.
Ich würde sogar sagen, das geht sowas von gar nicht.

1 Kommentar:

Kiki hat gesagt…

Du solltes mich mal erleben, wenn ich sowas von gereizt bin! ;)